Gewalt gegen Frauen

Der nachstehende Fragebogen hilft dir einzuschätzen, ob du Gewalt erlebst oder erlebt hast. Du kannst Fragen überspringen oder jederzeit aufhören. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten. Gewalt ist nie deine Schuld.

LINK: Fragebogen Gewaltpotenzial (kurz).pdf

๐ŸŸฃ Was tun bei Gewalt?

Wenn du selbst Gewalt erlebst:

  • ๐Ÿšจ Bist du in Gefahr? Bring dich in Sicherheit. Ruf den Notruf an:133.

  • ๐Ÿค Du bist nicht schuld. Gewalt ist nie deine Verantwortung.

  • ๐Ÿ—ฃ๏ธ Sprich mit jemandem, dem du vertraust.

  • ๐Ÿ“ž Hol dir Hilfe. Es gibt kostenlose und anonyme Beratungsstellen.

  • โณ Du darfst dir Zeit nehmen. Du entscheidest, was für dich richtig ist.

Wenn dir jemand von Gewalt erzählt:

  • ๐Ÿ‘‚ Hör gut zu.

  • ๐Ÿ’ฌ Glaube der Person.

  • ๐Ÿ’œ Sag: „Ich bin für dich da.“

  • ๐Ÿšซ Mach keinen Druck. Die betroffene Person entscheidet selbst.

  • ๐Ÿ“Œ Zeig Hilfsangebote, wenn sie das möchte.

Wichtig:

  • Gewalt kann viele Formen haben. Zum Beispiel körperlich, seelisch oder online.

  • Hilfe annehmen ist mutig.

  • Niemand muss mit Gewalt allein bleiben.

๐Ÿ’œ Hilfe ist da. Du bist nicht allein.

LINK: Infoblatt_was ist bei einer Anzeige zu beachten.pdf

 

Die wichtigsten Nummern!

๐Ÿ“ž Polizei: 133
๐Ÿš‘ Rettung: 144
๐Ÿ’ฌ Gehörlose Frauen & Mädchen: 0800 133 133 (SMS oder E-Mail)
โ˜Ž๏ธ Frauenhelpline gegen Gewalt: 0800 222 555
๐Ÿ‘ถ Rat auf Draht: 147
๐Ÿ•ฏ Telefonseelsorge: 142
๐Ÿ™ Gewaltschutzzentrum: 0316 77 41 99
๐Ÿ˜๏ธ Frauenhaus Graz: 0316 42 99 00
 

Gewaltschutzzentrum Steiermark

Granatengasse 4/2. Stock (barrierefrei)
8020 Graz

+43 316 77 41 99
+43 8282/7099 29 333 (per SMS)
+43 316 77 41 99-4 (Fax)
office.stmk@gewaltschutzzentrum.at


Digitale Gewalt

Wenn Worte verletzen: Online-Belästigung ernst nehmen

Online-Belästigung ist real und kann Betroffene stark belasten. Beleidigungen, Drohungen oder gezielte Angriffe im Internet überschreiten Grenzen und dürfen nicht als „normal“ hingenommen werden. Niemand sollte Angst haben müssen, sein Handy zu öffnen oder sich aufgrund von Hasskommentaren zurückziehen.

Wichtig ist: Wer online belästigt wird, trägt keine Schuld. Unterstützung und solidarisches Handeln können dazu beitragen, dass Betroffene gestärkt werden und digitale Räume respektvoller werden.

Solidarität im digitalen Raum

Digitale Angriffe wie Beleidigungen, Drohungen oder Belästigung können jede Person treffen. Umso wichtiger ist es, dass wir uns auch in sozialen Netzwerken gegenseitig unterstützen und klare Grenzen gegen Hass und Diskriminierung setzen. Solidarität im digitalen Raum trägt dazu bei, dass Betroffene nicht allein bleiben und digitale Plattformen respektvoller und sicherer werden.

So können wir unterstützen

Solidarität zeigen
Unterstützende Kommentare können Betroffenen den Rücken stärken. Widerspruch gegen Hate Speech zeigt, dass diskriminierende Aussagen nicht akzeptiert werden.

Melden und dokumentieren
Problematische Inhalte sollten gemeldet werden. Screenshots können helfen, Vorfälle zu dokumentieren und gegebenenfalls weitere Schritte zu setzen.

Privatsphäre stärken
Gemeinsam können Einstellungen geprüft werden, um Accounts besser zu schützen und persönliche Daten zu sichern.

Netzwerke bilden
Freundinnen, Freunde und Communities können emotional unterstützen, beraten und dabei helfen, geeignete Maßnahmen zu finden.

Empathisch reagieren
Zuhören, ernst nehmen und Betroffene nicht allein lassen – auch das ist eine wichtige Form von Zivilcourage.

Jede unterstützende Stimme macht einen Unterschied. Gemeinsam können wir dazu beitragen, digitale Räume respektvoll, sicher und solidarisch zu gestalten.

Beweise sichern: Wichtige Schritte bei Online-Belästigung

Wenn es zu digitalen Angriffen kommt, kann es hilfreich sein, Beweise zu sichern. Dokumentationen können dabei unterstützen, Vorfälle zu melden oder weitere rechtliche Schritte zu prüfen.

๐Ÿ“ฒ Screenshots erstellen
Nachrichten, Kommentare oder Profile festhalten – möglichst mit sichtbarem Datum, Uhrzeit und Benutzername.

๐Ÿ“Œ Links sichern
Beiträge können gelöscht oder verändert werden. Gespeicherte Links helfen, Inhalte später nachzuweisen.

๐Ÿ“ฐ Verlauf dokumentieren
Notieren, wann Vorfälle passiert sind und wie häufig sie auftreten. Das kann zeigen, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt.

๐Ÿ” Originale aufbewahren
Screenshots möglichst unverändert speichern, damit Inhalte authentisch bleiben.

โ€ผ๏ธ Backups erstellen
Dateien zusätzlich sichern, z. B. in einer Cloud oder auf einem externen Speichermedium.

๐Ÿ˜ฌ Nicht verpflichtet sein zu antworten
Betroffene müssen sich nicht rechtfertigen oder auf verletzende Nachrichten reagieren.

๐Ÿ‘ฎ‍โ™€๏ธ Inhalte melden und Unterstützung suchen
Plattformen bieten Meldefunktionen gegen Belästigung. Zusätzlich können Beratungsstellen, Vertrauenspersonen oder Communities unterstützen.

Respekt endet nicht im Internet. Wenn Menschen online angegriffen werden, braucht es Aufmerksamkeit, Unterstützung und klare Haltung gegen digitale Gewalt.


Anlaufstellen

Steiermark – regionale Anlaufstellen

Gewaltschutzzentrum Steiermark
Beratung und Unterstützung bei häuslicher Gewalt, Stalking, psychischer oder körperlicher Gewalt
Telefon: 0316 77 41 99

Frauenhäuser Steiermark (24h-Notruf)
Schutz, Beratung und Krisenunterstützung für Frauen und Kinder
Telefon: 0800 202017 (kostenlos, rund um die Uhr) 
 
TARA – Beratungsstelle bei sexueller Gewalt Steiermark
Beratung, Prozessbegleitung und Unterstützung nach sexueller Gewalt
 
Frauenservice Graz
Rechtsberatung, psychosoziale Beratung und Bildungsangebote für Frauen

Frauengesundheitszentrum Graz
Beratung, Begleitung und Unterstützung rund um Gesundheit und Lebenssituationen

DIVAN – Beratung für Migrantinnen (Caritas Steiermark)
Unterstützung bei Gewalt, Zwangsheirat oder Diskriminierung

Dachverband der steirischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen
Überblick über Beratungsangebote in allen Regionen der Steiermark

Österreichweite Hotlines und Online-Beratung

Frauenhelpline gegen Gewalt (24h, anonym, kostenlos)
Telefon: 0800 222 555

HelpChat – Online-Beratung bei Gewalt
Anonyme Online-Beratung bei körperlicher, psychischer oder digitaler Gewalt 

Opfernotruf (bundesweit)
Telefon: 0800 112 112 

Steirisches Hilfetelefon „Reden wir!“
Kostenlose und anonyme Beratung bei Krisen und Gewalt
Telefon: 0800 20 44 22 

Im Notfall

Bei akuter Gefahr bitte sofort den Notruf wählen: Polizei 133 

Unterstützung in Anspruch zu nehmen ist ein wichtiger Schritt, um Sicherheit, Selbstbestimmung und Handlungsmöglichkeiten zu stärken. Niemand muss Diskriminierung oder Gewalt hinnehmen.

Hilfe zu suchen ist kein Zeichen von Schwäche – sondern ein Schritt zu mehr Schutz und Selbstbestimmung.